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Endspiel: Österreich - Schweiz (0:4)

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Im Endspiel um die Krone des europäischen Faustballs treffen mit dem Titelverteidiger aus Österreich und der Auswahl aus der Schweiz, die den Titel seit 1965 bisher einmal, 2006 in Linz, erringen konnte, die zwei stärksten Teams der Vorrunde aufeinander. Bereits das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Rahmen dieses Turniers, das Team Austria mit 3:2 für sich entscheiden konnte, ließ nichts an Spannung und spektakulären Aktion zu wünschen.übrig. Auch die vielleicht anfänglich etwas enttäuschten deutschen Fans fiebern diesem Aufeinandertreffen auf sportlich höchstem Niveau voller Erwartung entgegen. Geleitet wird das Match vom deutschen Referee Mario Lancioni.

Der Auftakt spiegelt die Anspannung der Männer auf dem Feld wider. Doch rasch werden die Angriffsschläge auf beiden Seiten präziser. 4:4 und das Publikum ist bester Stimmung. Mit unglaublicher Härte gelingt es „Fausti“, wie er von seinen Anhängern frenetisch angefeuert wird, immer wieder, sein Team in Führung zu smashen. Auch das taktische Anspiel auf den schweizer Hauptangreifer beim 7:6 für dessen Mannschaft zahlt sich nicht aus. Ueli Rebsamen bringt die Eidgenossen mit 9:6 dem ersten Matchball immer näher. Timeout Österreich. Mit einem Ass vom Service weg erhöht Cyrill Schreiber auf 10:7 und versenkt einen wuchtigen Crossball zum Satzsieg. Auf der Haupttribüne weht ein Schweizer Fahnenmeer. 11:7 und 1:0 für den Herausforderer.

Der Titelverteidiger ist angeschlagen und wechselt nach einem 2:0 Rückstand im zweiten Durchgang Peter Augl für Captain Dietmar Weiss ein. Jean Andrioli übernimmt den Hauptschlag. Doch mit der Sonne im Rücken ziehen die Eidgenossen Punkt um Punkt bis auf 6:1davon. Österreich setzt sein Timeout ein – vergeblich. Jean Andrioli bleibt vom Service her wirkungslos und „Fausti“ bringt sein Team mit 9:1 sensationell in Führung. Mit 11:2 nehmen sie dem amtierenden Europameister auch den zweiten Satz – verdient auch in dieser Höhe - ab. Österreich muss druckvoller und zwingender agieren und nicht nur reagieren.

Durchgang drei und Team Austria ist konzentrierter. Doch immer wenn der Spielstand knapp wird ist es der bärenstarke und spielbestimmende Cyrill Schreiber, der mit unglaublichen Smashs die österreichische Defense kackt. Trotz einiger beeindruckender Angriffe strahlt der Titelverteidiger  aus Österreich nicht mehr das Selbstvertrauen und den Siegeswillen vom Vortag aus. Mit der Zeit jedoch erreichen Jean Andriolis Schläge wieder eine gefährliche Länge und der Noch-Europameister gleicht zum 7:7 aus.Doch dann bringen zwei österreichischer Zuspielfehler von der Grundlinie aus das Schweizer Team von Coach Oliver Lang in Führung. Und erneut ist es Cyrill Schreiber, der den Satz mit einem kurzen Ball hinter die Leine den Satz für seine Mannschaft holt.

Set 4. Captain Dietmar Weiss ist zurück am Schlag und verhilft den Gegnern aus der Schweiz unfreiwillig zu einer klaren 5:0 Führung und geht zurück auf die Bank , um erneut Jean Andrioli Platz zu machen. Die Titelverteidiger finden zurück ins Spiel und bei eigener 6:4 Führung nimmt der Herausforderer sein Satz-Zeitaus um den gegnerischen Spielfluss zu unterbrechen. Dies gelingt und die Eidgenossen halten den amtierenden Europameister mit 9:6 erfolgreich auf Abstand. Die Zuschauer gehen begeistert mit. Cyrill Schreiber verschafft den Schweizern mit einem gewaltigen Ass durch die Mitte den ersten Matchball. Drei Anläufe können die Titelverteidiger abwehren und auf 10:8 verkürzen. Doch dann brandet der Jubel über als „Fausti“ mit einem langen Cross ins Eck den Punkt zum 11:8, somit zum 4:0 den Titel sensationell in die Schweiz holt. Die knapp 2500 Zuschauer spenden reichlich Applaus für die Leistung beider Teams.

Text: Michael Göppner

Spiel um Platz 3: Itallien - Deutschland (0:4)

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Deutschlands Faustball-Männer werden Dritte bei der Europameisterschaft der Männer in Schweinfurt. Gegen Italien setzt sich der Weltmeister klar mit 4:0-Sätzen durch.

Für das letzte Spiel des deutschen Teams bei dieser Europameisterschaft schickt Bundestrainer Olaf Neuenfeld Schlagmann Patrick Thomas, Angreifer Nick Trinemeier, Zuspieler Sebastian Thomas sowie die Abwehrspieler Ajith Fernando (alle TSV Pfungstadt) und Olaf Machelett vom TSV Hagen aufs Feld.

Und diese fünf legen in der Neuauflage des kleinen EM-Finals von 2010 gleich gut los, schon nach wenigen Minuten führen sie im ersten Satz mit 4:0. Die Zuschauer im gut gefüllten Schweinfurter Rund sehen aber auch eine gut aufgelegte italienische Mannschaft, die trotz Rückstand keinen Ball verloren gibt. Den klaren Satzgewinn für Deutschland kann Italien jedoch nicht verhindern. Nach zwei Fehlangaben schlägt Patrick Thomas ein Ass zum 11:7.

Satz zwei beginnt mit Fehlern im italienischen Angriff und wieder mit einem klaren deutschen Vorsprung - diesmal zieht der Weltmeister sogar bis zum 9:0 davon. Dann lässt sich der entnervte italienische Schlagmann Armin Runer auswechseln. Das ändert jedoch nichts mehr und gleich den ersten Satzball kann Deutschland durch einen Ausball der Italiener zum satten 11:0 nutzen.

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Spiel um Platz 5: Tschechien - Serbien (3:0)

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Wohl in Vorahnung auf das von der Temperatur her heißeste Wochenende des Jahres beginnt das Spiel um Platz 5 mit gemäßigtem Tempo. Hinzu kommt eine gewisse Portion an Nervosität, so dass die Ballwechsel überwiegend durch selbst verschuldete Fehler zum Punktgewinn des Gegners führen. Ab dem 5:4 für das Team aus Tschechien erhöhen die Spieler den kämpferischen Einsatz und das Publikum honoriert gelungene Aktion, zumeist in der Abwehr, dankbar mit anerkennendem Beifall. Bei einem 9:6 Rückstand nimmt Serbien eine taktische Auszeit, die nicht ganz wirkungslos bleibt, da die Mannschaft zwei Satzbälle abwehren kann, sich aber dann doch mit 11:9 geschlagen geben muss.

Satz zwei ist ein Spiegelbild des ersten. Der Spielstand wird überwiegend durch technische Fehler bestimmt. Bis zum 6:5 für Serbien wogt das Spiel hin und her. Nun wird auch deutlich, dass das Spielfeld trotz der vorzüglichen Pflege unter der Dauerbelastung gelitten hat und einige kleinere Löcher aufweist. Beim 9:8 kann Jan Mazal das tschechische Team nach langer Zeit endlich wieder in Führung schmettern. Doch die serbische Auswahl erhöht den Angriffsdruck. Beim Stand von 10:9 für Tschechien muss sich Jan Mazal enorm lang machen, um einen Zustellfehler auszubügeln. Er erreicht den Ball mit letztem Einsatz und überloppt Ivan Milenkovic zum 11:9 für sein Team.

Eng bleibt es auch am Anfang des dritten Satzes. Doch scheint es als ob das serbische Team nun die Inititiative und die Spieldominanz übernimmt. Mit 6:3 deutlich im Rückstand nimmt Tschechien ein Timeout. Der serbische Hauptangreifer Nikola Biberovic setzt mit langen Flatterschlägen über die Mitte die gegnerische Abwehr immer wieder gehörig unter Druck, während auf gegnerischer Seite Daniel Mazals Angriffe an Kraft und Länge verlieren. So sichert sich das energischere Team aus Serbien mit 11:8 verdient diesen Durchgang.

Die ganz in blau spielenden Serben haben nun mehr vom Spiel, schenken ihren Gegnern jedoch zwei Punkte als sie eine missglückte Abwehr der tschechischen Seite, bei der der Ball vor der Leine aufspringt und dann unter dieser hindurch ins gegnerische Feld geht vor der zweiten Bodenberührung auffangen. Die in rot angetretene tschechische Auswahl nützt dies um das Spiel wieder zu drehen und mit 8:5 in Führung zu gehen. Die Spieler des serbischen Trainers Torsten Hilscher laufen diesem Rückstand verzweifelt hinterher und müssen den vierten Satz aber mit 11:7 abgeben. Somit erringt Tschechien mit 3:1 den fünften Platz dieser Europameisterschaft!

Text: Michael Göppner

 

Halbfinale: Deutschland - Schweiz (0:3)

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Der Weltmeister kann nicht mehr Europameister werden: Im Halbfinale der Heim-EM von Schweinfurt unterlag die deutsche Mannschaft gegen die Schweiz klar mit 0:3. Zum zweiten Mal an diesem Sonnabend stehen sich die Schweiz und Deutschland gegenüber. Das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld startet wieder einmal mit der WM-Finalaufstellung von 2011: Patrick Thomas und Lukas Schubert im Angriff, Fabian Sagstetter im Zuspiel sowie Christian Kläner und Michael Marx in der Abwehr.

Deutschland erwischt einen guten Start, führt mit 3:1. Nach einer Leinenangabe von Patrick Thomas gleicht die Schweiz aus und geht ihrerseits mit 4:3 in Front. In der Folge wechselt die Führung, bei 7:5 ist die Schweiz erstmals mit zwei Zählern vorne. Nach einem Thomas-Preller und einer Leinenangabe von"Fausto" Schreiber ist die Partie wieder ausgeglichen. Die Zuschauer sehen vor allem auf deutscher Seite spektakuläre Abwehraktionen und bei 10:9 erspielt der Pfungstädter Schlagmann seinem Team den ersten Satzball. Den kann Deutschland nicht nutzen, ebenso den zweiten bei 11:10. Nach einem packenden Ballwechsel ist es dann die Schweiz, die bei 12:11 den Sack zumachen kann: Ein kurz gespielter Ball von Cyrill Schreiber sorgt prompt für den 13:11-Satzgewinn.

Anders als am Vortag gegen Österreich, zeigt sich Deutschland nicht geschockt. Thomas und Kollegen spielen schnell eine 5:1-Führung heraus. Deutschland wechselt, bringt Olaf Machelett für einen leicht angeschlagenen Christian Kläner. Durch einen Ausball von Lukas Schubert und einen Cyrill Schreiber in Topform verkürzt die Schweiz auf 5:6 gleicht bei 8:8 aus. Kläner ist wieder fit, kommt zurück für Machelett. Schreiber spielt weiter ganz stark, bei 10:8 haben die Schweizer zwei Satzbälle. Gleich der erste sitzt: 11:8.

Den dritten Durchgang beginnt Patrick Thomas mit einer weit ins Aus geschlagenen Angabe. Lukas Schubert kann kontern, doch in der deutschen Abwehr gibt es ungewohnte Fehler, die die Schweiz 3:1 nach vorne bringen. Deutschland ist bei 4:4 aber wieder dran. Nach einem umstrittenen Ball - Deutschlands Fans beklagen eine Körperberührung auf Schweizer Seite, liegt das deutsche Team wieder hinten - 4:6, 5:7 und 6:8. Jetzt ist die Schweiz nicht mehr zu stoppen: Bei 10:6 haben die EM-Zweiten von 2010 vier Matchbälle. Gleich der erste wird durch Cyrill Schreiber genutzt zum verdienten 11:6-Satz- und 3:0-Spielgewinn.

Bundstrainer Olaf Neuenfeld: "Wir sind natürlich enttäuscht, hätten den ersten Satz holen müssen. Bei uns hat es überall ein bisschen gehakt, deshalb hat die Schweiz am Ende verdient gewonnen. Kompliment an die Schweizer, sie waren ein extrem starker Gegner, den wir heute nicht besiegen konnten. Zuhause spielen ist halt nicht immer ein Vorteil. Jetzt geht's morgen gegen Italien um Platz 3, das ist auch ein wichtiges Spiel, in dem wir noch einmal alles geben werden."

Text: Jan Beckmann/DFBL, Foto: Michael Scheller

 
   

   
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